Gärtnern mit Terra Preta

Uns liegt der Boden am Herzen.

Die Entwicklung in der Welt in Bezug auf unsere Böden ist dramatisch. Heutzutage geht fruchtbarer Boden zwischen zehn- und hundertmal schneller verloren, als er sich bilden kann. Die industrielle Landwirtschaft verwüstet auf Dauer die Grundlage, von der sie erntet. Wir können diese Entwicklung nur gemeinsam stoppen und in eine andere Richtung lenken. Umso wichtiger sind das Wissen und die Praxis über die Herstellung und den Erhalt lebendigen, fruchtbaren, nährstoffreichen Bodens. Wir laden euch ein, daran mitzuwirken.

Themenreihe zur Terra Preta

Wir wollen euch in mehreren Beiträgen Geschichte und Hintergründe zu dieser wunderbaren Erde näher bringen, euch ihre Zutaten vorstellen und ihre Herstellungsweise vermitteln. Es geht dabei auch um die Schaffung eines Millieus guter Mikroorganismen im Garten, den Schutz und Erhalt lebendigen Bodens und das Potential des klimafreundlichen Gärtnerns und Zukunftsideen.

Los geht’s am 1. Mai 2022

Die Beiträge erscheinen in loser Folge, etwa ein – zwei Beiträge pro Monat. Alles zusammen könnt ihr dann später hier auf dieser Seite finden.

Terra Preta do Indio – so lautet im Portugiesischen der Name für eine lebendige, nährstoffreiche, humushaltige, fruchtbare Erde. Sie wurde in Gebieten des Amazonas-Regenwaldes entdeckt und gab Wissenschaftler*innen lange Zeit mehrere Rätsel auf.

Wie kann es sein, dass es im Regenwald meterdicke Schichten von Humus gibt? Der Boden in tropischen Regenwäldern ist sehr nährstoffarm, durch das ganzjährige, üppige Wachstum werden alle Nährstoffe sofort wieder in Pflanzenmasse umgesetzt oder sie werden vom Regen weggespült. Es konnte demnach kein von Natur aus gewachsener Boden sein. Zudem fand man überall Tonscherben in dieser gehaltvollen Erde und ging davon aus, dass es zuvor dort menschliche Siedlungen gegeben haben muss. Hatten Menschen diese Erde selbst hergestellt?

Saatrille mit frischem Terra-Preta-Wurm-Humus

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