Mischkulturen und Beetpläne

Gesunder Garten durch Mischkultur

Es war eines der ersten Garten-Bücher, das wir vor 10 Jahren in der Hand hielten: „Gesunder Garten durch Mischkultur“ von Gertrud Franck. Wir wollten uns mit der Idee des Gemüseanbaus in Mischkulturen befassen und schauen, was wir davon in unserem kleinen Berliner Kleingarten umsetzen können.

Es ist beeindruckend, wie gründlich Gertrud Franck ihre Methode entwickelt hat und wie gut sie Hintergründe und Zusammenhänge erklärt. Zu ihrer Zeit in den 1940er und 1950er Jahren war der Gemüseanbau für viele Menschen noch eine existentielle Grundlage zum täglichen Broterwerb. Gertrud Franck wollte für Frauen auf dem Land eine Anbauweise entwickeln, die mit weniger körperlicher Arbeit von der Hand geht und gute Erträge für die Selbstversorgung sichert.

Und sie ging von einem Grundsatz aus:

„Alle Pflanzen leben miteinander und voneinander.“Gertrud Franck

Wichtigste Grundlage sind die guten Nachbarschaften von Pflanzen im Beet.

Wir sind der Reihenmischkultur nach Gertrud Franck treu geblieben. Inzwischen haben wir sie etwas abgewandelt und auf unsere Vorlieben, Gegebenheiten und Möglichkeiten angepasst.

Wir nehmen euch gerne mit und stellen euch in den nächsten Beiträgen viel Spannendes zur Reihenmischkultur vor, berichten, was wir anders machen und teilen unsere Beetpläne per PDF für euch zum herunterladen.

Beetpläne

Wir haben für euch 8 Beetpläne vorbereitet

Alles beginnt mit einem guten Plan. Wir nehmen euch mit und stellen euch in den nächsten Beiträgen viel Spannendes zur Reihenmischkultur nach Gertrud Franck vor und berichten, was wir von ihr übernommen haben und was wir anders machen. Mit 9 Beetplänen, die wir für euch in kleinen Graphiken vorbereitet haben, wollen wir euch den Einstieg in die Mischkultur erleichtern.

Die Grundstruktur

Der Abstand der Reihen, auf denen angebaut wird, beträgt 50 cm. Bei uns sind es 40 cm (was Gertrud Franck für kleinere Gärten empfiehlt). Wir haben damit gute Erfahrungen gemacht.

Im kommenden Jahr wandern dann die Anbaureihen um 25 bzw. 20 cm weiter auf die Fläche, die jetzt ruht. Die ruhenden Reihen vom letzten Jahr werden nun die Gemüsereihen und umgekehrt.

Die Grundstruktur im Überblick



Auf den Gemüsereihen vom letzten Jahr wird im zeitigen Frühjahr Spinat eingesät. Er bleibt dann später abgehackt als erstes Futter für die Regenwürmer liegen. Durch regelmäßiges Mulchen entsteht im Laufe der Gartensaison eine Flächenkompostierung auf den ruhenden Reihen.


Die Spinatreihen strukturieren im Frühjahr die Reihenmischkultur. Zwischen ihnen werden die Gemüse, Salate und Kräuter gesät. Alles ganz nach Plan.

In der Reihenmischkultur nach Gertrud Franck wechseln sich immer Starkzehrer (A), Schwachzehrer (C), Mittelzehrer (B), Schwachzehrer (C) und wieder Starkzehrer (A), Schwachzehrer (C), Mittelzehrer (B) und Schwachzehrer (C) und in dieser Weise weiterfolgend ab.
Wobei z.B. nährstoffhungrige Kohlsorten auch auf einer B-Reihe stehen können oder Möhren oder Zwiebeln auf einer C-Reihe. Wichtig ist dann die gute Versorgung des Bodens mit Humus.

Was es mit den A-, B- und C-Reihen auf sich hat